JRK Augsburg Stadt übt für den Ernstfall

In einer internen Übung hat die Sanitätseinheit des JRK Augsburg-Stadt ihre Leistungs-fähigkeit unter Beweis gestellt. Nach einer Einweisung durch die Sanitätseinheitsleitung (SanE-Leitung) auf nur selten verwendete Katastrophenschutzmaterialien begaben sich
14 JRKlerInnen in ein Übungsszenario. Viele Helferinnen und Helfer hatten erst vor kurzem ihren Sanitäts- oder Führungskräftekurs abgelegt und waren erstmals in einer Großlage eingesetzt.

Koordiniert durch den Übungs- und Abschnittsleiter Matthias Wahl galt es sieben verletzte Jugendliche und 1 Betreuer nach einer Gasexplosion in einem Jugendzentrum zu retten, und in einer abseits eingerichteten Hilfsstelle zu versorgen.

Der Gruppenführer Holger Bermann, auch Leiter der Sanitätseinheit, setzte zusammen mit seinen 3 Truppfüherern Dominik Müller, Alex Hellmann und Florian Hofmann schnell das Konzept einer Verletztenhilfestelle um und versorgte die Mimen aus dem JRK Lechhausen-Hochzoll schnell und adäquat. Im Anschluss bot sich für die Jugendlichen aus allen JRK Gruppen die Möglichkeit bei einem gemeinsamen Grillabend den Tag Revüee passieren zu lassen und gemeinsame Bande zu knöpfen.

Die sommerlichen Temperaturen hat das Jugendrotkreuz am Samstag, 13.07.2013 zu einer Einweisung auf die vorhandenen Einsatzmaterialien (Zelt, Feldbetten, Tragebock und Katastrophenschutz-Tragen) genutzt, um dies gleichzeitig mit einer Einsatzübung zu verbinden. Schon im Vorfeld des Übungstages war der SanE-Leitung klar, dass gerade auch um die Nachwuchskräfte der Sanitätseinheit an die Tätigkeiten in der Schnelleinsatzgruppe heranzuführen, im Anschluss an die Einweisung eine Einsatzübung sinnvoll sei.

Gemeinsam hatten Dominik Müller und Matthias Wahl daher ein Einsatzszenario entworfen, um die Zusammenarbeit zwischen Erkundungs-, Trage- und Zelttrupp zu üben und den jungen Helferinnen und Helfern die Möglichkeiten zu geben auch die Versorgung außergewöhnlicher Verletzungsbilder zu üben.

Schon die anfängliche Einweisung auf die Zeltkomponente war für viele junge Sanitäterinnen und Sanitäter Neuland und zeigte, dass die SanE-Leitung mit ihrem Übungsplan richtig lag. Viele bauten das erste Mal einen Tragebock oder ein SG-Zelt auf. In kompletter Einsatzkleidung wurde nach dem Abschluss der Einweisung eine erste Einteilung des Personals getroffen und man begann einen kompletten SEG-Einsatz.

Nachdem in kurzer Zeit die Verletztenhilfsstelle er- und eingerichtet wurde, begab sich der Erkundungs- und der Tragetrupp in ein fiktives Schadensgebiet. Dort bot sich den eingesetzten Helferinnen und Helfern das Bild einer gerade stattgefundenen Gasexplosion. Patientinnen und Patienten lagen mit unterschiedlichsten Verletzungsmustern verteilt über das Gelände des Rot-Kreuz-Hauses Haunstetten. Schnell wurden die Leichtverletzten durch den Truppführer und von ihm eingeteiltes Personal an die Verletztenhilfsstelle verbracht, wo sie bis zu ihrem fiktiven Abtransport versorgt und behandelt wurden. Wie in einem Großeinsatz mit wenigen Helfern üblich wurden erst als alle Leichtverletzten aus dem Schadensgebiet verbracht wurden begann der Abtransport der Schwerverletzten in die Verletztenhilfestelle. Auch der von der Situation so mitgenommene Betreuer mit einem Herzinfarkt musste sich dort in Behandlung begeben. Nach rund einer Stunde waren alle Patientinnen und Patienten versorgt und die Übung konnte erfolgreich beendet werden.

In der anschließenden Abschlussbesprechung fanden die Grupp- und Truppführer lobende Worte für die eingesetzten Einsatzkräfte und das Vorgehen im Einsatz. Auch der Abschnitts- und Übungsleiter Matthias Wahl war begeistert von der eingesetzten Mannschaft.

Im Anschluss saßen die beteiligten Sanitäterinnen und Sanitäter noch lange mit den Mimen beim gemeinsamen Grillfest beieinander und sprachen über das Erlebte des Tages.

(Bericht von Florian Hofmann, stv. Leiter der Sanitätseinheit)